Veröffentlichungen

"Weiterbildungssituation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer"

in der Region Mainz: Modelle und Perspektiven

Die künftig zu bewältigende Problemstellung für Unternehmen ist nicht die Schrumpfung, sondern die Alterung des Arbeitskräfteangebots. Vor diesem Hintergrund soll den befürchteten Problemen durch die alternde Belegschaft rechtzeitig und nachhaltig mit Angeboten zum Lebenslangen Lernen begegnet und der steigende Bedarf an Arbeitskräften durch rechtzeitige Qualifizierung und Weiterbildung gedeckt werden.

Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) und das Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben nun in ihrer Studie "Weiterbildungssituation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region Mainz: Modelle und Perspektiven" den derzeitigen Stand betrieblicher Weiterbildungsaktivitäten untersucht und dabei wichtige Erkenntnisse über die Akzeptanz solcher Maßnahmen erhalten.

Obwohl seitens der Unternehmen dem demographischen Wandel eine hohe Bedeutung zugewiesen wird und die politische Seite in den letzten fünf Jahren mehrere Förderprogramme bereitgestellt hat, verharrt die Wirtschaft in einer Art Ruhezustand nach der Devise "Abwarten". Bestenfalls werden älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Fachkompetenzen vermittelt, die konkret arbeitsplatzbezogen sind. Dabei ist es dringend erforderlich, gerade Ältere überfachlich zu schulen und sie für die künftigen Anforderungen im Betrieb fit zu machen.

Die Studie dient als Grundlage für die Weiterentwicklung eines Qualifizierungsangebots, mit dem Schwerpunkt im Bereich der sog. "Schlüsselkompetenzen" wie Team- und Projektarbeit, neue Kommunikationsformen und -medien, Belastbarkeit etc., die die Arbeitnehmer/innen in die Lage versetzen sollen den Anforderungen der modernisierten Arbeitswelt gerecht zu werden.

Weitere Informationen erteilen:

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW)der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Dr. Beate Hörr: 06131 / 39-20048 und

Unterrichtsmaterialien: Interkulturelle Kompetenz in der Pflege

Die Gruppe der älteren Migrantinnen und Migranten ist eine der am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppen der Bundesrepublik. Eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre ist es, ihnen im Alter eine kultursensible Pflege und Betreuung zu gewährleisten, die ihrer Biografie und den damit verbundenen kulturellen und migrationsbedingten Prägungen entsprechen.Oft sind weder die ambulanten noch die stationären Einrichtungen auf die Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund eingestellt. Die Folge kann sein, dass Pflegekräfte Menschen versorgen, über deren persönlichen und kulturellen Hintergrund sie wenig Informationen haben und deren Gewohnheiten sie nicht kennen und womöglich nicht verstehen. Die Ausbildung ist deshalb gefordert in diesem Bereich zu sensibilisieren und interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln, um die Qualität der Pflege langfristig zu gewährleisten.

Im Rahmen des Projektes Step on! Bildungswegweiser der Stadt Mainz/Landkreis Mainz-Bingen - Netzwerkgruppe Älter werden in der Region - wurden Unterrichtsmaterialien zur Einbindung des Themas "Interkulturelle Kompetenz" in die Altenpflegeausbildung entwickelt. Die Materialien sind praxisorientiert und unterrichtsbezogen konzipiert. Hintergrundwissen für Lehrerinnen und Lehrer, Arbeitsblätter und viele Übungen erleichtern die Einbindung des Themas in den Unterricht. Nützliche Adressen sowie Film- und Buchempfehlungen ergänzen den Lehrstoff.Inhaltlich werden die Themen Migration, biografieorientiertes Arbeiten, Kultur und Fremde, Kultursensible Pflege und Konfliktfähigkeit behandelt.

Die Unterrichtsmaterialien können zum Preis von 18,50 Euro inkl. Versandkosten über Step on! bezogen werden.

Weitere Informationen:

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung
Kathrin Hanik M.A.
Forum universitatis 1
55099 Mainz
Tel.: 06131/39-26191


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